Photo Antiquaria 168 unterwegs

So gegen Ende Juni wird die neueste Photo Antiquaria bei Ihnen eintreffen.

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Historische Kameras raus aus der Vitrine
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Die aktuelle Ausgabe der Photo Antiquaria (Nr. 168) entfaltet ein breites Panorama der Fotogeschichte, das von den handwerklichen Anfängen im 19. Jahrhundert bis hin zur Weltraumfotografie reicht. Den Auftakt bildet die herzliche Einladung zum diesjährigen Mitgliedertreffen in Mannheim, das vom 28. bis 30. August stattfindet. Die Teilnehmer erwartet ein dichtes Programm mit Besichtigungen des Technoseums und des 3F Museums in Deidesheim, wobei das 100-jährige Jubiläum von Zeiss Ikon einen besonderen thematischen Schwerpunkt bildet.

Dass die Leidenschaft für historische Technik weit über das bloße Sammeln für die Vitrine hinausgeht, verdeutlicht zudem der Rückblick auf den Workshop „Ein Tag als Photograph des 19. Jahrhunderts“. Hier konnten Mitglieder in einem professionellen Atelier historische Verfahren wie die Opalotypie, die Ambrotypie und die Cyanotypie praktisch erproben und so ein tiefes Gefühl für die analoge Vergangenheit entwickeln.

Ein emotionaler Höhepunkt des Heftes ist die Würdigung des Mitglieds Ernst Hirsch. Zu seinem 90. Geburtstag ehrt ihn seine Heimatstadt mit der Ausstellung „UNIVERSUM Dresden“, die sein Lebenswerk als Filmemacher und unermüdlichen Bewahrer Dresdner Bildgeschichte feiert.

Ebenso fesselnd ist die biografische Spurensuche nach Jacques Bogopolsky, dem rastlosen Visionär hinter Marken wie Bolex, Alpa und Bolsey, dessen Weg von Kiew über Genf bis nach New York führte.

Den künstlerischen Gegenpol bildet das Porträt des russischen Piktorialisten Sergej Lobovikov, der fernab der Metropolen das ländliche Leben in melancholischen Edeldrucken festhielt.

Im Bereich der Technik- und Wirtschaftsgeschichte bietet das Heft tiefe Einblicke in ikonische Kampagnen und Pionierleistungen. Ein ausführlicher Artikel widmet sich dem „Kodak Girl“ und zeigt auf, wie diese Werbefigur über fast neun Jahrzehnte das Image der unabhängigen Amateurfotografin prägte.

Technisch „hoch hinaus“ geht es mit der Dokumentation über die Nikon Photomic FTN, die als offizielle NASA-Bordkamera die Apollo-15-Mission zum Mond begleitete und speziell für die extremen Bedingungen im Vakuum modifiziert wurde.

Regionalhistorisch verankert ist die Erfolgsgeschichte der Stuttgarter Firma Eugen Bauer, deren Kinoprojektoren einst Weltruhm genossen und den Standard für Lichtspieltheater setzten.

Abgerundet wird die Ausgabe durch eine detaillierte Studie über die Ateliers und Handelsgeschäfte im Berchtesgadener Land zwischen 1860 und 1935 sowie technische Analysen zu frühen Boxkamera-Verschlüssen.

Ein Blick nach Fernost führt die Leser schließlich in das JCII Camera Museum in Tokio und widmet sich der Enträtselung des bekannten goldenen „Passed“-Siegels japanischer Kameras.

Wegweisend für die Zukunft des Clubmagazins ist die Vorstellung von „Photo Antiquaria Plus“: Durch QR-Codes im Heft können Leser künftig direkt auf digitale Zusatzinhalte wie Bildergalerien, Videos und weiterführende Dokumente zugreifen.