Editorial Dezember 2025

Der Dezember ist eine besondere Zeit. Das Jahr neigt sich seinem Ende zu, die Tage sind kurz geworden, und vielerorts kehrt eine Ruhe ein, die Gelegenheit gibt, innezuhalten. Für viele von uns ist es eine Zeit des Rückblicks, aber auch des Ausblicks: Was war, was bleibt, und was nehmen wir mit ins kommende Jahr? Gerade in diesen Wochen zeigt sich, wie wohltuend es sein kann, sich mit Dingen zu beschäftigen, die Bestand haben – mit Technik, Geschichte und Bildern, die über den Moment hinausweisen.

Wenn wir auf das Jahr 2025 zurückblicken, können wir dies mit großer Dankbarkeit und auch mit berechtigter Zufriedenheit tun. Vier inhaltlich starke Ausgaben der Photo Antiquaria sind erschienen und haben einmal mehr gezeigt, wie lebendig, kenntnisreich und engagiert unser Club ist. Die PA 166 wird Sie in den nächsten Tagen erreichen. Die Vielfalt der Beiträge, die Tiefe der Recherchen und die Sorgfalt der Darstellung machen deutlich: Dieses Heft ist ein Spiegel seiner Mitglieder und genau darin liegt seine Stärke.

Ein besonderer Höhepunkt des Jahres war unser Jahrestreffen im August in Freiburg. Die persönliche Begegnung, der fachliche Austausch und die spürbare Verbundenheit unter den Teilnehmern haben eindrucksvoll gezeigt, was den Club Daguerre ausmacht. Solche Treffen sind weit mehr als Programmpunkte im Kalender: Sie sind gelebtes Vereinsleben und erinnern uns daran, dass unser Club vor allem durch seine Mitglieder existiert.

Parallel dazu hat sich im vergangenen Jahr im Hintergrund viel bewegt. Unsere öffentlichen und internen Webseiten haben einen großen Schritt nach vorn gemacht. Inhalte sind besser zugänglich, Recherchen einfacher geworden, und vereinsinterne Abläufe konnten spürbar verbessert werden. All dies geschieht nicht als Selbstzweck, sondern um Wissen zu bewahren, Austausch zu fördern und den Club zukunftsfähig aufzustellen – mit Respekt vor der Tradition und einem klaren Blick nach vorn.

Ein weiterer wichtiger Schritt war der Beginn einer intensiveren Zusammenarbeit mit internationalen Partnerclubs. Der Austausch über Ländergrenzen hinweg eröffnet neue Perspektiven und zeigt, dass unsere gemeinsame Leidenschaft für historische Photographie international geteilt wird. Diesen Weg wollen wir im kommenden Jahr konsequent weitergehen.

Apropos 2026: Wir gehen mit voller Kraft und vielen Ideen ins neue Jahr. Projekte werden fortgeführt, neue Vorhaben vorbereitet, und auch das persönliche Wiedersehen wird wieder eine zentrale Rolle spielen. Dabei ist uns stets bewusst: Der Club Daguerre ist kein Selbstläufer. Er lebt ausschließlich von seinen Mitgliedern – von ihrem Wissen, ihrer Erfahrung, ihrer Bereitschaft zu teilen und sich einzubringen. Vorstand und Redaktion verstehen ihre Arbeit daher als Dienst an einer Institution, deren Wert allein durch ihre Mitglieder entsteht. Für dieses Vertrauen und dieses Privileg sind wir Ihnen sehr dankbar.

Gleichzeitig bleiben wir offen für Ihre Anregungen, Hinweise und auch kritischen Rückmeldungen. Sie helfen uns, den richtigen Kurs zu halten und das Clubleben im besten Sinne lebendig zu gestalten.

Zum Abschluss wünsche ich Ihnen und Ihren Familien ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Start in ein gesundes, zuversichtliches neues Jahr. Möge 2026 Ihnen viele anregende Momente mit unserer gemeinsamen Leidenschaft bringen.Mit herzlichen Grüßen

Klaus Herrmann
Vorsitzender des Club Daguerre e.V.